Muster industriebaurichtlinie sachsen

Die drei wichtigsten Braunkohlefördergebiete liegen in den Regionen Rhein (Nordrhein-Westfalen), Lausitz (südlich von Berlin, Brandenburg) und Mitteldeutschland (Sachsen). Im rheinischen, dem wichtigsten Bergbaugebiet, umfasst das Braunkohletagebaugebiet ein 2.500 km2 großes Gebiet westlich von Köln, das von der RWE Power AG betrieben wird. Es ist auch als “Garzweiler Braunkohletagebau” bekannt und ist auch das größte Bergwerk von Oberfläche. In der Lausitz, südlich von Berlin im Land Brandenburg, betreibt die LEAG an vier verschiedenen Standorten den Abbau. Es war ein wichtiger Industriestandort in der Wirtschaft der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Die deutsche Einigung provozierte umfangreiche Transformationsprozesse der regionalen Wirtschaft, die Anfang der 2000er Jahre zu einer Arbeitslosenquote von über 20 % führten. Der wirtschaftliche Transformationsprozess kam jedoch voran, es fanden große Infrastrukturinvestitionen statt, die Industriestruktur entwickelte sich und die Arbeitslosenquote ist gesunken (5,3% im Jahr 2018) (Eurostat, 2019). 2017 erreichte das regionale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 61 Mrd. EUR, was 2 % des deutschen Gesamtvolumens entspricht (Eurostat, 2019). Das regionale Pro-Kopf-BIP erreichte 2017 mit 25.200 Euro 25.200 Euro und liegt damit immer noch deutlich unter dem deutschen Durchschnitt (36.400 Euro), nähert sich aber dem europäischen Durchschnitt (29.500 Euro) (Eurostat, 2019). Sachsen-Anhalt liegt im Vergleich zu den anderen Bundesländern auf Platz 13. Das regionale BIP und das regionale Pro-Kopf-BIP haben seit 1991 eine starke positive Entwicklung beobachtet. Im Jahr 2009 wurde der Aufwärtstrend des regionalen BIP durch die Wirtschaftskrise unterbrochen, aber bis 2010 hatten die Zahlen bereits das BIP vor der Krise übertroffen und setzten sich seitdem positiv fort (Eurostat, 2019).

Sachsen-Anhalt ist 2016 eine der schwächsten Exportregionen in Deutschland. Tatsächlich exportiert sie nur umgerechnet 16,4 Mrd. EUR, was 1,2 % der gesamten deutschen Ausfuhren entspricht (Statistisches Bundesamt, 2019). Sachsen-Anhalt ist die drittniedrigste Exportregion in Deutschland, knapp vor Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, und auf dem gleichen Ranking-Platz wie Berlin und Thüringen (Statistisches Bundesamt, 2019). Sachsen-Anhalts wichtigstes Exportland war 2015 Polen (1,4 Mrd. €), gefolgt von Großbritannien (1,2 Mrd. €) und Frankreich (1 Mrd. €). Wichtigstes Importland ist Russland (3 Mrd.

€) (Sachsen-Anhalt, 2019). Die regionale Erwerbsbevölkerung belief sich 2018 auf 1,0 Millionen Menschen, 2,5 % der nationalen Gesamtbevölkerung (Eurostat, 2019). Seit 2012 verzeichnete Sachsen-Anhalt einen Abwärtstrend der Erwerbsbevölkerung.

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