Volkswagen tarifvertrag kurzarbeit

Die Marken Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Volkswagen Konzernkomponenten wollen die Kurzarbeit in ihren deutschen Werken bis auf weiteres zum 1. Juli 2020 einstellen. Das betrifft die Werke Braunschweig, Chemnitz, Emden, Hannover, Kassel, Osnabrück, Salzgitter und Wolfsburg. Die Kurzarbeit in Dresden und Zwickau war bereits vor einiger Zeit beendet. Dank der Eröffnung von Händlern und der Verkaufsförderungsangebote hat sich die Auftragslage in jüngster Zeit positiv entwickelt. “Es bleibt jedoch äußerst schwierig, weitere Entwicklungen vorherzusagen. Wir werden daher die Situation genau im Auge behalten, um bedarfsgerecht zu reagieren”, sagte Arne Meiswinkel, Leiter Konzernpersonalpolitik und Steuerung. Vereinbart wurde unter anderem, die seit 2019 geltende Option zur Umwandlung des zusätzlichen Lohnausgleichs in sechs arbeitsfreie Tage zu verlängern: Künftig gilt die Option auch für Arbeitnehmer, die sich um ein Kind kümmern, das noch nicht 12 Jahre alt ist. Bisher lag die Obergrenze am Ende des 10. Lebensjahres. Bislang haben sich rund 9.400 Eltern für die Urlaubszeiten im Jahr 2020 entschieden. Auch für Eltern und Pflegende wird die Möglichkeit einer Änderung erweitert: Eine Änderung ist nun in bis zu fünf statt in zwei Jahren möglich.

Die Vereinbarung ermöglichte es VW, 30.000 Arbeitsplätze zu sichern und 1,6 Milliarden DM einzusparen, die sonst für Abfindungen hätten ausgegeben werden müssen. VW hat in vielerlei Hinsicht Neuland betritt. Im Vergleich zu früheren kollektiv vereinbarten Arbeitszeitverkürzungen war die Kürzung hier weit verbreiteter; sie hat keine vollständigen Ausgleichslohnerhöhungen angeboten und auch Arbeitsplatzgarantien enthalten. Das Modell der Arbeitsbeziehungen bei VW zeichnet sich durch eine konsensorientierte Zusammenarbeit zwischen der Gewerkschaft (IG Metall), dem Betriebsrat und der Geschäftsführung aus. Ein wichtiger Aspekt des Modells ist, dass Volkswagen nicht unter die allgemeinen Tarifverträge der metallverarbeitenden Industrie fällt, sondern traditionell eigene Betriebsvereinbarungen abgeschlossen hat. Dies kann als institutionelle Voraussetzung für die neuen Arbeitszeitvereinbarungen gesehen werden, da es VW mehr Spielraum in den Tarifverhandlungen gab als die meisten anderen großen Unternehmen in Deutschland. Unmittelbar nach der Einführung des geänderten Arbeitszeitsystems stellte sich ein zentrales Problem im Zusammenhang mit den internen Strukturen der Interdependenz der Abteilungen. Wie bereits erwähnt, wurden die verschiedenen Arbeitszeitsysteme auf die individuellen Bedürfnisse von Abteilungen und Abteilungen innerhalb der Anlagen abgestimmt. Das Problem entstand, weil der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen und Abteilungen nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Besonders deutlich wurde das Problem im ersten Jahr des Tarifvertrags. Sobald die Probleme offensichtlich wurden, wurden die Arbeitszeitsysteme zunehmend homogenisiert, da die Büroangestellten, die eine enge Interdependenz mit den Fertigungsabteilungen hatten, (zumindest teilweise) in das Arbeitszeitsystem des unternehmensischen Systems wechselten. In anderen Fällen wurde das Problem durch Überstunden gelöst. Knapp vor Herbert Diess, CEO volkswagen (VW), der vor Werksschließungen in Europa warnt, plant der deutsche Autobauer nun Kurzarbeit für fast 80.000 Mitarbeiter in Deutschland. Es wurde auch eine Klausel vereinbart, die ein neues Sabbatmodell (“Meine Auszeit”) ermöglicht.

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